Dauerhaft negative Realzinsen und wie es Warren Buffett macht

Dauerhaft negative Realzinsen und wie es Warren Buffett macht
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

viele Anleger freuen sich, dass es wieder Zinsen auf das Ersparte gibt. Dabei ist der Nominalzins eine Zahl auf dem Kontoauszug, die für sich allein gesehen nichts über die reale Wertentwicklung des angelegten Kapitals aussagt. Erst die positive oder negative Differenz zur Inflationsrate zeigt, ob eine Anlage an Wert gewinnt oder verliert. Sie wissen:

Die Realverzinsung ist seit vielen Jahren negativ, sodass Sparguthaben immer weniger Wert werden. Dies galt während der Nullzinsphase, das gilt seit der im Jahr 2021 angesprungenen Inflation, und das wird auch in Zukunft gelten. Denn eine negative Realverzinsung ist politisch gewollt, da sich Staaten nur so entschulden können. Aktien sind die einzige, für jeden Sparer eigentlich leicht umzusetzende Alternative, sich diesem schleichenden, aber sicheren Vermögensschwund zu entziehen. Dabei ist der Aufbau eines erfolgreichen Portfolios einfach, aber nicht simpel. Denn:

Die Masse der erwachsenen Anleger sucht nach „billigen“ Aktien, also Aktien mit beispielsweise einem niedrigen Kurs-Gewinn- Verhältnis (KGV). Doch billige Aktien können ewig billig bleiben und sogar noch viel billiger werden, zumal es in der Regel gute Gründe dafür gibt, weshalb Aktien bilig sind. Zu Beginn seiner Karriere suchte auch Warren Buffett – inspiriert durch seinen Mentor Benjamin Graham – nach besonders billigen Aktien. Solche Problemunternehmen konnten wie „Zigarrenstummel“ kostenlos aufgehoben und für einen Zug nochmal angezündet werden. Im Laufe der Jahre gewann dann mehr und mehr der Anlagestil seines kongenialen Partners Charles Munger Oberhand, der sich – genauso wie wir – auf Qualitätsaktien konzentrierte. Die Krux dabei:

Es gibt keine Kennziffern für Marktführerschaft, Alleinstellungsmerkmale, starke Marken, Preissetzungsmacht oder Kontinuität und damit Vorhersehbarkeit der Gewinn- sowie Dividendenentwicklung. Aber genau diese Faktoren definieren Qualitätsaktien, wobei es kein Zufall ist, dass sich unter unseren 100 Champions keine einzige Bank und kein einziger Automobilhersteller befindet. Zwar erlauben hunderte fundamentale Kennzahlen eine Einstufung als billig oder teuer, aber für großartige Unternehmen treffen diese Attribute nicht zu. Stattdessen identifizieren wir schon seit dem Jahr 2002 Champions mit der von uns entwickelten Performance-Analyse über historische Kursentwicklungen und überprüfen den Champions-Pool alle drei Monate. Das Resultat daraus sind die erhebliche Outperformance von BCI und BCDI und die langfristig spektakulären Wertsteigerungen unserer Dauerempfehlungen im boerse.de-Aktienbrief:

Seit dem Jahr 2002 haben wir Nestlé 50 Mal und Novo Nordisk 47 Mal zum Kauf gestellt, woraus für Buy & Hold-Anleger Kursgewinne von im Durchschnitt 192% und sogar 850% resultierten! Die am dritthäufigsten empfohlene Champions-Aktie ist Apple, deren 45 Empfehlungen seit 2006 im Mittel zu Kursgewinnen von fantastischen 1434% führten! Dies zeigt:

Es geht nicht darum „billig“ zu kaufen, sondern in Top-Anlagequalität zu investieren und dann im Idealfall „ewig“ dabei zu bleiben. Genau dafür gibt es die boerse.de-Fonds sowie den Direktanlageservice myChampions100, und wann immer es an der Börse crasht, werden wir nachkaufen. Genau so macht es Warren Buffett mit seinem 300 Milliarden-Depot ...

Mit bester Empfehlung

Ihr
Thomas Müller

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