Trotz „Lex Wirecard“: Dax bleibt Fehlkonstruktion!

Trotz „Lex Wirecard“: Dax bleibt Fehlkonstruktion!
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
 
bereits am 25. Juni, also vor fast zwei Monaten, hat das in einen Bilanzfälschungsskandal verwickelte Dax-Mitglied Wirecard Insolvenz angemeldet. Doch erst mit dem vor wenigen Tagen veröffentlichten neuen Regelwerk zu den Dax-Aktienindizes hat die Deutsche Börse die Grundlage dafür geschaffen, dass Wirecard im Rahmen der neuen „Fast Exit“-Regel per 24. August aus dem deutschen Leitindex eliminiert werden kann. Ohne diese Regeländerung wäre ein Dax-Rauswurf erst zum ordentlichen Anpassungstermin am 21. September möglich gewesen.

Dennoch handelt es sich bei dieser „Lex Wirecard“ um eine rein anlassbezogene Reparatur, die nichts an der grundsätzlichen Fehlkonstruktion des Dax ändert. Denn abgesehen von den neuen Richtlinien im Insolvenzfall geben weiterhin die Größenkriterien Streubesitz-Marktkapitalisierung und Börsenhandelsumsatz den Ausschlag für die Index-Mitgliedschaft.

Im Gegenzug zum Wirecard-Rauswurf erfüllt laut dem für die Indexänderung maßgeblichen Ranking der Börsen-Senkrechtstarter Delivery Hero als einziger Kandidat die Dax-Aufnahmekriterien. Doch dem erst seit drei Jahren börsennotierte Online-Essensbestelldienst gelang es bislang noch nie, operativ schwarze Zahlen zu schreiben. Zuletzt profitierte das Unternehmen zwar vom geänderten Konsumentenverhalten infolge der Coronavirus-Krise, doch vom Deutschland-Geschäft hat sich Delivery Hero durch den Verkauf der Marken Foodora, Lieferheld oder Pizza.de bereits im vergangenen Jahr komplett verabschiedet.

Am Dax-Aufstieg von Delivery Hero per 24. August wird es wohl dennoch nichts zu rütteln geben. Wenngleich hinsichtlich der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und der langfristigen Anlagequalität eine Reihe von Fragezeichen bleibt. Das gilt auch für den Dax als Indexinvestment. Denn:

Der Dax enthält zwar die nach Streubesitz-Marktkapitalisierung und Börsenhandelsumsatz größten deutschen Unternehmen, aber keineswegs die aus Anlegersicht besten. Denn von den 30 Dax-Mitgliedern notiert heute immer noch ein Drittel unter dem Kursniveau zur Jahrtausendwende, wobei fünf Werte sogar Kursverluste zwischen 45% (Daimler) und 93% (Wirecard) verbuchen. Dem steht das erfolgreiche BCDI-Anlagekonzept gegenüber. Sie wissen:

Für die Mitgliedschaft bei den Indizes der BCDI-Familie sind ausschließlich Qualitätskriterien Ausschlag gebend. Infrage kommen nur boerse.de-Aktienbrief-Champions, die sich auf Basis objektiver Kennzahlen der Performance-Analyse über einen Zeitraum von zehn Jahren als die 100 besten und sichersten Aktien der Welt erwiesen haben. Daraus wurden für den BCDI zehn europäische, für den BCDI USA zehn US-amerikanische und für den BCDI Deutschland zehn deutsche Top-Champions herausgefiltert, die sich durch bewährte Geschäftsmodelle, Top-Marken und damit dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. An der Börse resultieren daraus eine hohe Gewinn-Konstanz, vergleichsweise geringe Rücksetzer in Korrekturphasen und eine langfristige Outperformance.

Weshalb und wie Sie das das erfolgreiche BCDI-Konzept als Indexalternative nutzen sollten, lesen Sie im 116seitigen Spezialreport Die große Indexanalyse“, den wir Ihnen gerne kostenlos zusenden.

Herzliche Grüße
 
Oliver A. Garn
Geschäftsführer boerse.de-Vermögensverwaltung GmbH

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